Keine Trendwende beim Neuwagenabsatz in Baden-Württemberg

Stuttgart. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Baden-Württemberg ist im Mai um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Es wurden 27.485 (Vorjahr: 31.106) Einheiten verkauft. Verglichen mit 2019, dem letzten „normalen“ Jahr vor Pandemie, Lieferproblemen und Kriegswirren, beträgt der Rückgang satte 42 Prozent. Der Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Michael Ziegler sagte zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA): „Noch niedriger ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen nur im Mai 2020 gewesen. Damals führte der flächendeckende Corona-Lockdown zu einem massiven Einbruch, seinerzeit haben wir 22.908 Pkw-Neuzulassungen im Land registriert.“

 

Die Monatsbilanz Mai 2022 weise 8.798 (Vorjahr: 10.243, 2019: 26.448) Benziner, 5.723 (Vorjahr: 7.182, 2019: 16.255) Diesel und 12.959 (Vorjahr: 13.675, 2019: 4.122) Neuwagen mit alternativen Antrieben aus. Auch bei den Elektroautos gebe es zum zweiten Mal in diesem Jahr keine Ausnahme vom negativen Trend. Die Neuzulassungen batterieelektrischer Autos seien im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent auf 4.674 (Vorjahr: 4.815, 2019: 922) gesunken.  Die Verluste bei Plug-in-Hybriden in Höhe 23,6 Prozent seien vor allem auch der ungeklärten Situation der weiteren finanziellen Förderung zuzuschreiben, so Ziegler. Handel und Kunden litten gleichermaßen unter der fehlenden Planbarkeit. Im Mai habe es 3.382 (Vorjahr: 4.428, 2019: 615) Neuzulassungen gegeben.

 

Die Jahreszwischenbilanz liege inzwischen 12,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den ersten fünf Monaten seien 140.338 (Vorjahr: 160.173, 2019: 221.788) Pkw in Baden-Württemberg neu zugelassen worden. Ziegler sagte abschließend: „Ich bin wenig optimistisch für den weiteren Jahresverlauf, denn auch der Auftragseingang war im Mai leicht rückläufig. Der Autohandel ist weit entfernt von jeder Normalität“.